Institut für Pathologie
A 2, 2 - 68159 Mannheim
Allgemeine Histologie und Zytologie
Referenzzentrum für Gynäkopathologie
Schwerpunkt gastrointestinale Pathologie

Geschichte des Instituts

Die Institutsgründung in Mannheim A2,2 erfolgte am 01.08.1982 durch Herrn Prof. Dr. Dr. Frederick D. Dallenbach.

Am 01.04.1983 trat Frau Prof. Dr. Gisela Dallenbach-Hellweg in die Gemeinschaftspraxis ein. Zuvor war sie Leiterin der Morphologischen Abteilung der Frauenklinik im Klinikum Mannheim der Universität Heidelberg. Das zuvor neu gegründete Institut erhielt aufgrund ihrer national und international anerkannten Spezialisierung und wissenschaftlichen Leistung von Anfang an zahlreiche gynäkopathologische Einsendungen und Konsiliarfälle, darüber hinaus auch Einsendungen aus der übrigen Pathologie und Zytologie. Hieraus ergab sich erstmalig in Deutschland die Basis zur Gründung und erfolgreichen Etablierung eines Referenzzentrums für Gynäkopathologie.

Am 01.04.1994 erfolgte die Emeritierung von Herrn Prof. Dr. Dr. Frederick D. Dallenbach. Die Gemeinschaftspraxis und das Referenzzentrum wurden daraufhin durch Frau Prof. Dr. Gisela Dallenbach-Hellweg und Herrn Prof. Dr. Dr. Dietmar Schmidt fortgeführt. Aufgrund der langjährigen Erfahrung von Herrn Prof. Dr. Dr. Schmidt in allgemeiner Pathologie mit Spezialisierung in Paidopathologie (Kindertumorregister Institut für Pathologie Universität Kiel, Prof. Dr. Dr. Harms) und Weichgewebspathologie ergaben sich weitere wesentliche Schwerpunkte im Tätigkeitsspektrum des Institutes. Herr Prof. Dr. Dr. Schmidt war von 1998 bis 2001 Mitglied des Vorstandes der Internationalen Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie (SIOP), von 1999 bis 2005 Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Gynäkopathologie der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) sowie von 2005 bis 2007 Präsident der Deutschen Internationalen Akademie für Pathologie (IAP). Herr Prof. Dr. Dr. Schmidt ist seit Januar 2010 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zytologie (DGZ). Er ist Mitglied zahlreicher weiterer wissenschaftlicher Gesellschaften und seit vielen Jahren in der Kommission Uterus der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) an der Erarbeitung von Therapieleitlinien (Zervixkarzinom, Endometriumkarzinom) sowie der Durchführung klinischer Studien beteiligt. Prof. Dr. Dr. Schmidt beteiligt sich regelmäßig in der Fortbildung der Pathologen in Deutschland und international durch Erarbeitung und Präsentation von Tutorials in der Deutschen Internationalen Akademie für Pathologie (IAP). Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Fortbildung junger Pathologen in der Juniorakademie und der Internationalen Juniorakademie.

Am 01.01.2000 wurde Frau Prof. Dr. Gisela Dallenbach-Hellweg emeritiert. Die Führung von Gemeinschaftspraxis und Referenzzentrum liegt seither in den Händen von Herrn Prof. Dr. Dr. Dietmar Schmidt und Herrn Prof. Dr. Friedrich Kommoss. Die klinisch orientierte gynäkopathologische Spezialisierung des Institutes mit Referenzzentrum wurde durch den Eintritt von Herrn Prof. Dr. Friedrich Kommoss weiter vertieft. Entscheidend war hierbei seine langjährige Spezialisierung in gynäkologischer Morphologie auf der Basis einer jeweils umfassenden abgeschlossenen Weiterbildung in Gynäkologie (Universitäts-Frauenklinik Freiburg, Professoren Pfleiderer, Hillemanns, Breckwoldt) und Pathologie (Universitäten von Chicago, Freiburg, Mainz, Harvard). Er ist Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Gynäkopathologie und war für mehrere Jahre Vertreter der Gynäkologie im deutschsprachigen TNM Komitee. Prof. Dr. Kommoss ist Mitglied zahlreicher weiterer wissenschaftlicher Gesellschaften und seit vielen Jahren in der Kommission Ovar der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) an der Erarbeitung von Therapieleitlinien sowie der Durchführung klinischer Studien beteiligt. Zudem bestehen mehrere nationale und internationale Forschungskooperationen mit Schwerpunkt in der gynäkologischen Morphologie und Onkologie.  Prof. Dr. Kommoss ist regelmäßig in der Weiterbildung der Pathologen in Deutschland durch Erarbeitung und Präsentation von Seminaren in der Deutschen Internationalen Akademie für Pathologie (IAP) aktiv. Bis 2005 trug Prof. Dr. Kommoss als Mitglied der Fakultät und apl-Professor zu Forschung und Lehre an der Universität Mainz bei. 2006 erfolgte ein diesbezüglicher Wechsel an die Universität Heidelberg.

Am 1.01.2005 trat Dr. Volker Dries in die Gemeinschaftspraxis ein, wodurch eine weitere Verbreiterung und Vertiefung des diagnostischen Spektrums und der Leistungsfähigkeit im Institut erreicht wurde. Dr. Dries absolvierte eine umfassende pathologische Ausbildung an den Universitäten Göttingen, Mainz und Köln, die er in Oberarztfunktion und als Facharzt für Pathologie, Facharzt für Neuropathologie und mit der Zusatzbezeichnung Molekularpathologie abschloss. Seit 1995 widmet er sich intensiv der Gastroenterologie und Hepatologie und organisiert und leitet regelmäßige internistisch-pathologische Konferenzen (z.B. „Kölner Gastroclub“). Dr. Dries war für die Deutsche Abteilung der Internationalen Akademie für Pathologie als Tutor für Lebererkrankungen tätig und führt dies mit konsiliarpathologischen Untersuchungen und als Studienpathologe auf dem Gebiet der Hepatopathologie fort. Wegen seiner fundierten klinischen Kenntnisse wird er auch über die histopathologische Diagnostik hinaus häufig von Gastroenterologen konsultiert.