Was ist Histologie?
Was geschieht im Histologischen Labor?
Histologie ist die Lehre von den Geweben des Körpers.
In einem Histologie-Labor werden entsprechend Gewebsproben untersucht, die einem Patienten im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs entnommen werden.
Hierbei kann es sich um kleine (Biopsien) oder größere Präparate (Operationspräparate) handeln. Die meisten Präparate werden unmittelbar nach der Ent-
nahme in Formalin fixiert und gelangen so ins Labor.
Nach der Fixierung erfolgen weitere Arbeitsschritte: Entwässerung des Gewebes, Härten in Paraffinwachs, Anfertigung von Paraffinschnitten, Färben des
Gewebsschnittes. Nach der Färbung wird das Schnittpräparat mit einem Mikroskop betrachtet und es wird eine Diagnose erstellt. Wenn erforderlich,
können besondere Fragestellungen auch durch die Anfertigung von Spezialfärbungen beantwortet werden. Kommen hierbei spezielle Farbstoffe und Färbe-techniken zum Einsatz, spricht man von Histochemie.
Bei der Immunhistochemie verwendet man Antikörper zur Darstellung spezifischer Zellstrukturen. Weiterhin können auch histologische Untersuchungen an
nicht fixiertem Gewebe durchgeführt werden. Hierzu ist es erforderlich, das Gewebe tiefzufrieren. Diese Technik wird in der Regel während einer Operation
eingesetzt und erlaubt die Etablierung einer Diagnose in 10-15 Minuten (Schnellschnitt). Nach Abschluss der Diagnostik werden sämtliche Präparate archiviert
und stehen somit für ggf. später erforderliche zusätzliche Untersuchungen zur Verfügung.
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