Allgemeine Hinweise
Eine Bestellung von Einsendescheinen, Zytoboxen, Versandgefäßen, Entnahmematerial (Spatel, Bürsten) und Gefäßen
für die Dünnschichtzytologie ist jederzeit mit dem aufgeführten Formular möglich. Natürlich kann die Bestellung auch
telefonisch (0621 / 1229989-0) oder per Fax (0621/1229989-310) erfolgen.
Probenversand
Flüssigkeiten
Sputum: Zum Auffangen und Versand des Auswurfs müssen fest verschließbare Plastikgefäße mit weiter Öffnung benutzt werden. Eine Konservierung ist in der Regel nicht notwendig. Bei längerem Transport zur Konservierung (nicht zur Fixierung) 3 ml höchstens 50%igen Aethylalkohols hinzugeben.
Pleurapunktat: Es sollte der gesamte Erguss übersandt werden, da die Zellausbeute von der Gesamtflüssigkeitsmenge abhängig ist. Die Flüssigkeit wird in unserem Labor zentrifugiert, und vom Bodensatz werden Ausstrichpräparate angefertigt. Seröse Flüssigkeiten sind gute Nährmedien, so dass sich die Zellen bei Zimmertemperatur ca. 24 Std. halten, bei 4oC im Kühlschrank sogar über das Wochenende. Zusätze von Antikoagulantien und Konservierungsmittel sind somit nicht notwendig.
Bronchoalveoläre Lavage (BAL): Es sollte die gesamte rückgewonnene Flüssigkeitsmenge in wasserdichten Gefäßen übersandt werden. Die Flüssigkeit wird in unserem Labor zentrifugiert, und es werden vom Bodensatz Ausstrichpräparate für die konventionelle Lichtmikroskopie und die Immunzytochemie zur Subtypisierung der Lymphozyten angefertigt. Eine Konservierung der Zellen sollte nicht durchgeführt werden.
Urin: Es sollte die gesamte Flüssigkeitsmenge in fest verschließbaren Gefäßen eingesandt werden. Um das Bakterienwachstum und damit die vorzeitige Zytolyse zu verhindern, muß der Urin sofort mit 50% Äthylalkohol im Verhältnis 1:1 gemischt werden. Hochprozentiger Alkohol sollte nicht verwendet werden, da sonst die Zellen fixiert werden und nicht mehr am Objektträger haften.
Dünnschichtzytologie: Derzeit stehen zwei Verfahren zur Verfügung, die eine unterschiedliche Aufbereitung des Zellmaterials beinhalten. Beim ThinPrep® System muss die Bürste nach der Entnahme des Abstrichs sorgfältig in der Fixierlösung des Transportgefäßes ausgespült werden und anschließend entsorgt werden. Sie darf unter keinen Umständen in der Fixierlösung verbleiben, d.h. sie darf auch nicht während der weiteren Untersuchung der Patientin dort verbleiben! Die Zellen werden sonst an der Oberfläche der Bürstenhaare fixiert und gehen nicht in die Lösung. Das Ergebnis ist ein zellarmes Untersuchungsmaterial, welches vielfach keine endozervikalen Zellen enthält. Beim SurePath® Verfahren kann demgegenüber die Bürstenspitze in der Fixierlösung verbleiben
Ausstrichpräparate
Feinnadelpunktate und Aspirate: Die frischen Ausstriche sollten sofort in noch feuchtem Zustand alkoholfixiert werden (mit Fixierspray oder in 96% Äthylalkohol). Eine Antrocknung der Präparate vor der Alkoholfixierung ist zu vermeiden, da sonst erhebliche Artefakte auftreten. Alkoholfixierte Präparate sind nach 1 Std. Trocknung versandfähig. Falls keine Alkoholfixierung durchgeführt wurde, sollten die Präparate ausreichend luftgetrocknet und anschließend versandt werden.
Ansprechpartner für telephonische Rückfragen ( 0621 / 1229989-150 ):
Frau Monika Bakmann
Frau Andrea Galster
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